Darmkrebsvorsorge

10. Nov 2014

Darmkrebs ist der zweithäufigste bösartige Tumor bei Frauen und Männern. Man geht von ca. 62.000 Neuerkrankungen und 25.000 Todesfällen im Jahr aus. 
Die gute Nachricht ist jedoch, dass Darmkrebs prinzipiell heilbar ist, wenn er frühzeitig erkannt wird. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen so ungeheuer wichtig. Der Zweck der Vorsorge ist es, die noch gutartigen Darmpolypen zu entdecken, aus denen sich der Darmkrebs entwickeln kann. Die Darmpolypen verursachen keine Beschwerden und können nur mit Hilfe der Vorsorgeuntersuchungen aufgespürt werden. Entdeckt man solche Polypen während der Darmspiegelung, werden sie in gleicher Sitzung mit einer elektrischen Schlinge vollständig entfernt.

 

Ab dem 50.Lebensjahr sollte jeder Mensch an der Darmkrebsvorsorge teilnehmen, wenn ein familiäres Risiko für Darmkrebs besteht, auch schon früher. 
Die Vorsorgeuntersuchung besteht ab dem 50. Lebensjahr zunächst aus einer Stuhluntersuchung. Mit dem sogenannten Okkultbluttest können unsichtbare Blutspuren im Stuhl erkannt werden, die von eventuellen Polypen abgesondert werden.  Dieser Test wird einmal im Jahr durchgeführt. Mit diesem Test können ca. 30 % der Darmtumore entdeckt werden. Wenn der Test positiv ist, folgt eine Darmspiegelung.

 

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die effektivste und treffsicherste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung. Hierbei wird ein biegsamer Schlauch (Endoskop) in den ca. 2 Meter langen Darm eingeführt und mit Hilfe von Videotechnik kann der Untersucher so die Darmschleimhaut direkt betrachten. Voraussetzung für die Untersuchung ist, dass der Darm sauber ist und am Tag vor der Untersuchung mit Abführmitteln gründlich gereinigt wurde. Um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen, kann ein Beruhigungsmittel gespritzt werden. Ab dem 55. Lebensjahr wird sie als Vorsorgeleistung von den Krankenkassen alle 10 Jahre empfohlen und übernommen. Wie eine Darmspiegelung genau funktioniert, können sie z. B anhand eines Videos auf  Internetseite www.darmkrebs.de
anschauen. 

 

In Ihrer Nähe wird diese Untersuchung von zwei sehr erfahrenen und routinierten Kollegen durchgeführt:

 

Dr. Frank Bokelmann
Facharzt für Chirurgie
Am Krankenhaus 5
24211 Preetz
Tel 04342-719797

 

Dr. Jörg Christ
Facharzt für Innere Medizin
Markt 8
24221 Preetz
Tel. 04342-9044

 

Als Alternative zur klassischen Koloskopie gibt es noch ein neues Verfahren, das sich virtuelle Koloskopie nennt. Bei diesem High-Tech-Verfahren findet keine direkte Untersuchung am Patienten statt, sondern mit Hilfe von Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) werden digitale Schnittbilder in eine dreidimensionale Ansicht des Darmes umgewandelt. Auch vor dieser Untersuchung ist eine komplette Reinigung des Darmes erforderlich. Manchen Patienten erscheint diese Methode dennoch als angenehmer und kann dazu beitragen, die Hemmschwelle gegenüber der überaus sinnvollen Vorsorgeuntersuchung herabzusetzen. Die Kosten dieser Untersuchung betragen ca. 800 € und werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Weitere Nachteile der Untersuchung bestehen darin , dass kleine Polypen unter 8 mm nicht erkannt werden, entzündliche Veränderungen des Darmes nicht gesehen werden und verdächtige Polypen nicht gleich entfernt werden können und in diesem Fall eine Koloskopie folgen muss. Außerdem ist man bei der CT einer Strahlenbelastung ausgesetzt. Goldstandard bleibt daher die klassische Koloskopie.

 

Die virtuelle Koloskopie kann in der Röntgenpraxis Dr. Schubert in Preetz durchgeführt werden:

 

Dr. Frank Schubert
Am Krankenhaus 5
24211 Preetz
Tel. 04342-801284

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.darmkrebs.de